IS nutzt das Internet zur Propagierung eines zukünftigen islamischen Staates

Institut für Islamfragen

Die Auspeitschung zweier Syrer wird dargestellt

(Institut für Islamfragen, dh, 21.02.2015) Sowohl der IS als auch andere islamistische Gruppen in Syrien und dem Irak veröffentlichen beständig Videos im Internet, die als Werbung für ihren zukünftigen Staat dienen sollen. In einem von ihnen wird die Auspeitschung von zwei Syrern durch die Nusra-Front [arab. Djabhatun-Nusra] folgendermaßen eingeleitet:

„Allah sei Dank. Segen und Heil seien auf Allahs Propheten [Muhammad]. Allahs Prophet, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, sagte: ‚Der Vollzug einer von Allah vorgeschriebenen Strafe ist besser als der Regen von 40 Nächten‘ [in der Wüste ist Regen sehr kostbar]. Gemäß der Vorschrift von Allahs Propheten, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, hat das geistliche [islamische] Gericht in Sarakeb [im Nordwesten Syriens] das Urteil gefällt, Ahmad Muhammad ar-Ra’i und Mustafa Hussein al-Amno auszupeitschen. Die beiden haben sich erlaubt, was von Allah für verboten erklärt wurde. Und zwar hat der erste Beschuldigte an den zweiten Beschuldigten seine Tochter verheiratet, obwohl sie sich in dem Zeitraum [arab. ‘idda] befand, in dem sie noch nicht heiraten durfte. Diesen Zeitraum hat Allah mit drei Monaten befristet, damit sie oder ihr Mann die Gelegenheit haben, von der Ehe zurückzutreten. Aber der Verbrecher, ihr Vormund, hat seine Tochter innerhalb dieser Schutzfrist verheiratet. Obwohl das islamische Gericht den Vater unterrichtet hat, dass der Ehevertrag, den er geschlossen hat, ungültig und illegal ist, hat er es trotzdem gewagt, seine Tochter zu verheiraten und sie einem Mann zu geben, der nach dem islamischen Gesetz als Fremder für sie gilt, denn der Ehevertrag ist ungültig. Im Endeffekt hat er erlaubt, was Allah verboten hat. Nach dem islamischen Gesetz ist die Strafe für denjenigen, der erlaubt, was Allah verboten hat, die Tötung. Aber in Anbetracht der jetzigen gesellschaftlichen Zustände wurde entschieden, Ahmad ar-Ra’i mit 50 Peitschenhieben und Mustafa al-Amno mit 40 Peitschenhieben zu bestrafen.“

Quelle: www.youtube.com/watch?v=gwKnqr2Okuc