Kategorie: Pressemitteilungen
Pressemitteilung zu islamischen Einstellungen gegenüber Weihnachten
(Bonn, 22.12.2016) Soll ich meinen christlichen Nachbarn frohe Weihnachten wünschen? Können wir unseren Kindern Geschenke machen? Dürfen wir einen Weihnachtsbaum aufstellen? Muslime beantworten diese Fragen in der Praxis sehr unterschiedlich, erklärt der Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom Institut für Islamfragen. Wie weit wir im Neben- und Miteinander der Religionen von Normalität entfernt sind, erleben wir alle Jahre wieder zu Weihnachten. Dieses Jahr entzündeten sich Differenzen im deutsch-türkischen Gymnasium in Istanbul an Weihnachten. Der Islamische Staat hat die Verantwortung für den Anschlag in Berlin übernommen. Wenn das richtig sein sollte, wird das Ziel nicht zufällig ein Weihnachtsmarkt gewesen sein. Während manche hochrangigen Gelehrten gerade zur Weihnachtszeit die islamische Identität in Gefahr sehen, nutzen andere die Gelegenheit zur Stärkung der nachbarschaftlichen Beziehungen oder integrieren einzelne Weihnachtsbräuche ganz selbstverständlich in ihr eigenes Familienleben.
Pressemitteilung zur aktuellen Verschleierungsdebatte
(Bonn, 18.10.2016) Immer wieder gibt es Kontroversen um Kopftuch und Burka, auch innerhalb des Islams. In Deutschland beharren die großen islamischen Dachverbände wie der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) auf der Kopftuch-Pflicht für muslimische Frauen. Nach dem Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom Institut für Islamfragen der Evangelischen Allianz mangelt es den Kopftuch- und Burka-Debatten an einer sachlich- kritischen Auseinandersetzung mit der Vieldeutigkeit einschlägiger Bestimmungen des Korans sowie mit dem problematischen Männer- und Frauenbild der einflussreichen Traditionsliteratur.
Pressemitteilung über den ideologischen Nährboden militanter islamischer Gruppen in Deutschland
Militante Gruppen in Deutschland werben für den Dschihad: Auch die islamischen Dachverbände sind gefordert. Der ägyptische Autor Tawfik Hamid hat am eigenen Beispiel das salafistische Dschihad-Denken nachgezeichnet
Pressemitteilung über den ideologischen Nährboden militanter islamischer Gruppen in Deutschland
(B O N N, 30.04.2014) Zahlreiche Studien zeigen, dass salafistische Ideologien einen idealen Nährboden für militante Gruppierungen bieten. Der ägyptische Autor Tawfik Hamid hat in seinem Buch „Inside Jihad“ am eigenen Beispiel die Entwicklungsstufen hin zu einem salafistischen Dschihad-Denken nachgezeichnet.
Pressemitteilung zur zunehmenden Diskriminierung und Verfolgung von Christen in der islamischen Welt
(BONN, 08.05.2013) Laut Schirrmacher ist die wechselvolle Beziehung von Muslimen zu den christlichen Minderheiten bereits im Leben Muhammads angelegt. In der Frühzeit sucht er die Annäherung an Christen und Juden, sieht sich in Übereinstimmung mit der Botschaft früherer Propheten und wirbt bei den so genannten Buchbesitzern bzw. „Leuten der Schrift“ (gemeint ist die Thora der Juden und das Evangelium der Christen) um die Anerkennung seines prophetischen Anspruchs.
Pressemeldung zum islamischen Minderheitenrecht
(BONN, 15.12.2012) Laut dem Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom Institut für Islamfragen hat sich al-Qaradawi bereits im Januar dieses Jahres in einem Interview mit dem ägyptischen Fernsehsender an-Nahar TV dafür ausgesprochen, die Menschen in Ägypten nicht durch zu schnelle Veränderungen abzuschrecken. Die Körperstrafen der Scharia sollten vorerst nicht angewendet, sondern das Volk sollte zunächst fünf Jahre lang über den „wahren Islam“ aufgeklärt und belehrt werden. Die Scharia solle auf diese Weise schrittweise wieder eingeführt und die Gesellschaft allmählich in eine wahrhaft islamische „unter der Leitung der göttlichen Scharia“ umgewandelt werden.
Pressemeldung zum Islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen
(BONN, 06.09.2012) Im Dezember 2011 hatte Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland die schrittweise Einführung eines flächendeckenden Islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach beschlossen. Ein Beirat soll vorübergehend (zunächst bis 2019) die Interessen der muslimischen Glaubensgemeinschaften vertreten, solange keine Körperschaft des öffentlichen Rechts als anerkannte islamische Religionsgemeinschaft existiert, die verbindlicher Ansprechpartner für den Staat wäre. Dieses Provisorium ist ein Bruch mit geltendem Verfassungsrecht und laut Schirrmacher darüber hinaus im Hinblick auf die nötige Repräsentanz des gesamten islamischen Spektrums äußerst problematisch:
Pressemitteilung zum Verbot islamkritischer Äußerungen
(BONN, 04.06.2012) Vor einem vorauseilenden Gehorsam aufgrund von Einschüchterung durch islamistische Gewalt warnt der Islamwissenschaftler Carsten Polanz. Auf jüngste Angriffe gewaltbereiter Salafisten gegen Polizisten in Solingen und Bonn mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit zu reagieren und das Zeigen islamkritischer Karikaturen zu verbieten, wie es NRW-Innenminister Ralf Jäger mehrmals vergeblich versucht hat, sei der falsche Weg.
Pressemitteilung zur Situation der Menschenrechte in Afghanistan
(BONN, 11.4.2012) Zwar sind Männer und Frauen in Afghanistan laut Verfassung gleichberechtigt, aber Männer noch etwas gleichberechtigter, wie der 150 köpfige „Gelehrtenrat“, das höchste religiöse Gremium Afghanistans kürzlich verkündete: „Männer haben eine grundlegende Position, Frauen sind zweitrangig.“
Pressemitteilung zur Konversion und Glaubensfreiheit im Islam
(BONN, 26.01.2012) „Es ist kein Zwang in der Religion“ (Sure 2,256): Gewährt der Islam Glaubensfreiheit? Nur dann, wenn es um die Hinwendung zum Islam geht. In der Regel halten Muslime ebenso wie Vertreter der islamischen Theologie die Hinwendung eines Menschen zum Islam für wünschenswert, während seine Abwendung, sein „Abfall“ sehr negativ beurteilt wird.
Pressemeldung zu Islam und rechtsstaatlicher Demokratie
B O N N (28. November 2011) Sind Islam und demokratischer Rechtsstaat miteinander vereinbar? Führt der Sturz der Diktatoren in der arabischen Welt zum Aufbruch in eine moderne Zivilgesellschaft mit gleichen Rechten für alle Bürger? Diese Fragen stellen sich vielen Beobachtern angesichts der aktuellen Entwicklungen in Tunesien, Libyen, Ägypten und anderen arabischen Ländern.
Pressemitteilung zur Arabellion
B O N N (27. Oktober 2011) Wohin treibt die Arabellion? Wird der Islamismus an den Rand der Gesellschaft gedrängt, wird der Einfluss der Islamisten wachsen, oder wird die Arabellion zu einer Iranisierung führen? Noch vor einem Jahr rechnete fast niemand mit der Arabellion, obwohl die demographische Entwicklung in Verbindung mit der weitgehend trostlosen Perspektive für die Jugend zu einer explosiven Mischung geführt hatte. Wohin die Arabellion führen wird, ist nicht vorhersehbar.
Pressemitteilung zum 10. Jahrestag des 11. September 2001
B O N N (06. September 2011) In einer Art spirituellen Anleitung für seine Mittäter schrieb Muhammad Atta kurz vor den Anschlägen des 11. September 2001: „Sei stark und glücklich mit geöffnetem Herzen und Zuversicht, denn du tust Arbeit, die gottgefällig ist und die er segnet […] Der Himmel lächelt, mein Sohn, denn du marschierst zum Himmel […] Jeder sollte bereit sein, seinen Teil zu übernehmen, und deine Tat wird durch Gottes Willen befürwortet.“
Pressemitteilung zu den Ursprüngen des Salafismus
B O N N (28. Juli 2011) Das Ziel salafitischer Gruppierungen ist ein Scharia-Islam mit totalitären Zügen, teilweise verbunden mit dem Streben nach einem weltweiten Kalifat. Doch streiten sie teils heftig um die korrekte Auslegung der Quellen und die richtige Strategie zur Ausbreitung ihrer Ideen, erklärte der Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom Institut für Islamfragen aus Anlass der aktuellen Debatte um die Gefahr der salafitischen Ideologie. Dass die Übergänge zwischen Gruppierungen, die sich friedlich geben, und militanten Gruppierungen fließend sind, zeigt laut Polanz ein Blick auf die Ursprünge und Entwicklung der Salafiyya-Bewegung.
Pressemitteilung zur Gülen-Bewegung
B O N N (13. Mai 2011) „Unser Jihad ist die Bildung“ ist das Motto der weltweiten Bewegung des türkischen Predigers Fethullah Gülen. Nur selten werde kritisch hinterfragt, um welche Art von Bildung es gehe, erklärte die Islamwissenschaftlerin Prof. Christine Schirrmacher vom Institut für Islamfragen. Anlass waren die jüngsten Versuche türkischer Behörden, mit allen Mitteln die Veröffentlichung kritischer Bücher zu unterbinden, in denen eine mögliche Unterwanderung des türkischen Staates durch die Anhänger der Gülen-Bewegung thematisiert wird.
Pressemitteilung zur Entwicklung in Libyen
B O N N (31. März 2011) Werden sich die Hoffnungen des libyschen Volkes und des Westens auf Rechtsstaat und Zivilgesellschaft erfüllen oder werden diese Hoffnungen bitter enttäuscht werden? Von der derzeit diffusen politischen Situation können auch islamistische und jihadistische Kräfte unter den Aufständischen profitieren, erklärte der Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom Institut für Islamfragen.
Pressemitteilung zur ägyptischen Muslimbruderschaft
B O N N (28. Februar 2011) Islam (und andere Religionen) im Rahmen der Demokratie, oder Demokratie in der Zwangsjacke der Scharia? Das Ziel der ägyptischen Muslimbruderschaft sei eine Demokratie im Rahmen der Scharia – nicht umgekehrt. Auf dem Weg zu diesem Ziel sei sie jedoch, anders als militante Gruppierungen, zu Kompromissen und Übergangslösungen bereit. Diese Einschätzung vertritt die Islamwissenschaftlerin Prof. Christine Schirrmacher vom Institut für Islamfragen in der aktuellen Diskussion um die künftige Rolle der ägyptischen Muslimbrüder.
Pressemitteilung zur Machtübernahme der Hizbollah im Libanon
B O N N (26. Januar 2011) Angesichts der bevorstehenden Machtübernahme der schiitischen Hizbollah im Libanon befürchtet der Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom Institut für Islamfragen eine weitere Destabilisierung der multikonfessionellen libanesischen Gesellschaft und eine Verschärfung des Nahostkonflikts.
Pressemitteilung zur fehlenden Glaubensfreiheit in islamischen Ländern
B O N N (14. Dezember 2010) „Es gibt keinen Zwang in der Religion“. So steht es im Koran, in Sure 2,256. Darauf verweisen muslimische Gelehrte und Vertreter muslimischer Dachorganisationen zum Thema Glaubensfreiheit. Doch „wer seine Religion wechselt, den tötet“, sagte Muhammad laut offizieller Überlieferung.
Pressemitteilung zum Sonderdruck: Islam im Internet
B O N N (24. November 2010) Durch die Globalisierung sind auch muslimische Gesellschaften immer stärker mit den Erscheinungsformen der Moderne konfrontiert. Die Nutzung der technischen Errungenschaften des Westens geht nicht selten mit scharfer Kritik an der westlichen Kultur einher.
