Jahr: 2016
Darf ein Muslim an den Beerdigungszeremonien eines Ungläubigen in einer Kirche teilnehmen?
(Institut für Islamfragen, dh, 24.11.2016) Frage: „Ich bin seit kurzem Muslimin und eine meiner engen Verwandten ist gestorben. Ich möchte wissen, wie die Teilnahme an einer Beerdigungszeremonie in einer Kirche islamisch beurteilt wird? Ich werde kein einziges Wort mitsprechen von dem, was in der Kirche [an Gebeten] gesprochen wird. Ich werde dort lediglich zuschauen.“
Wie werden Juden und Christen behandelt, falls sie den Islam kritisieren?
(Institut für Islamfragen, dh, 20.11.2016) „Dass Juden und Christen [unter muslimischer Herrschaft] ihre Religion [als geduldete Schriftbesitzer] weiter praktizieren dürfen, bedeutet nicht, dass sie öffentlich die Religion der Muslime [den Islam], ihr Buch [den Koran] und ihren Propheten [Muhammad] – Allahs Segen und Heil seien auf ihm – kritisieren dürfen.
Die Bedeutung der Einladung zum Islam (arab. Da’wa)
(Institut für Islamfragen, dh, 20.11.2016) „Die Einladung zum Islam hat zwei Formen: Die Einladung durch Krieg und die Einladung mit Worten. Die Einladung mit Worten ist leichter als die Einladung durch Krieg. Denn die Einladung durch Krieg gefährdet Seele, Leben und Eigentum. Die Einladung mit Worten beinhaltet solche Gefahren nicht. Wenn es möglich ist, die Einladung zum Islam mit Worten zu erzielen, muss mit dieser Einladung angefangen werden. Es wird berichtet, dass Allahs Prophet
Dürfen Muslime Christen behilflich sein, Geld für ihre Kirchen zu spenden?
(Institut für Islamfragen, dh, 20.11.2016) Frage: „Eine meiner christlichen Angestellten möchte einer Kirche Geld überweisen. Darf ich [islamisch gesehen] sie zur Bank bringen? Wird dies als Unterstützung des christlichen Glaubens bzw. des Unglaubens angesehen?“
Wie soll ein Muslim mit einem Konflikt zwischen dem muslimischen und deutschen Gesetz umgehen?
(Institut für Islamfragen, dh, 13.11.2016) Frage: „Ich bin mit einer behinderten Frau verheiratet. Sie ist stumm und taub. Zunächst haben wir nach einem muslimischen Ehevertrag geheiratet und später nach einem deutschen Ehevertrag [nach dem deutschen Gesetz]. Wohlgemerkt, wir leben in Deutschland. Nun haben die Ärzte uns mitgeteilt, dass meine Frau keine Kinder bekommen kann. Deshalb überlegten wir uns, dass ich nochmals heirate [eine Zweitehe eingehe]. Aber das deutsche Gesetz erlaubt so etwas nicht. Deshalb überlegen wir uns, dass wir bei einem [deutschen] Gericht die deutsche Ehe auflösen. Denn das deutsche Gesetz verlangt nicht, dass man [bei der Scheidung] zu seiner Frau sagt: ‚Du bist geschieden!‘
Darf ein Muslim auf eine deutsche Art und Weise heiraten?
(Institut für Islamfragen, dh, 8.11.2016) Frage: „Ich lebe seit sechs Jahren in Deutschland und bin mit einer deutschen Frau auf die deutsche Art [mit Eheschließung auf einem deutschen Standesamt und nach dem deutschen Gesetz] seit drei Jahren verheiratet. … Früher wusste ich nur, dass sie Christin ist. … Später wurde mir klar, dass sie gar nicht an das Christentum glaubt … Als mir bewusst wurde, und zwar nachdem Allah mir [islamisches] Grundwissen verliehen hatte, dass mein Zusammenleben mit ihr Sünde sein könnte, habe ich Abstand von ihr genommen.
Fatwa zur Frage des Mindestheiratsalters für Frauen im Islam
(Instituts für Islamfragen, dh, 7.11.2016) „Für den Vater gibt es keine Festlegung des [Mindest-]Heiratsalters, wenn er seine Tochter verheiraten möchte. Der Vater darf seine Tochter verheiraten, selbst wenn sie noch jung ist, genau wie ‚der Ehrliche‘ [ein Titel des ersten Kalifen nach Muhammad, Abu Bakr] – Allahs Wohlgefallen sei auf ihm – seine Tochter Aischa [mit Muhammad] verheiratet hat, als sie sechs oder sieben Jahre alt war.
Dr. Ahmad Subhi Mansour [ehemaliger Dozent an der al-Azhar Universität in Kairo] zur Gewalt des sog. „Islamischen Staates“
(Institut für Islamfragen, dh, 7.11.2016) „… Die Muslimbruderschaft hat eine ganze Generation im Irak und in Syrien umgebracht … dies geschah im Verborgenen, in Zeiten, in denen es noch keine modernen Medien gab. … Was der IS heutzutage tut, ist das Gleiche wie das, was die Araber unter dem Kalifen Abu Bakr [dem ersten Nachfolger Muhammads, 632-634 n.Chr.] und unter ʿUmar ibn al-Khattb [dem zweiten Nachfolger Muhammads, 634-644 n. Chr] taten.
Fatwa zu der Frage, welche Körperteile eine Sklavin im Islam verschleiern muss
(Institut für Islamfragen, dh, 3.11.2016) „Was ist die (islamische) Beurteilung bezüglich der körperlichen Tabuzonen einer Sklavin? [was ist ihre Aura’: Dh., was darf eine Sklavin in der Öffentlichkeit nicht unverschleiert zeigen?).
Indonesien: Proteste gegen Gouverneur von Jakarta
(Institut für Islamfragen, dk, 2.11.2016) Laut einem Artikel der indonesischen Zeitschrift Tempo vom 2. November 2016 haben Tausende aufgebrachter Muslime am 14. Oktober 2016 in der Hauptstadt Jakarta gegen den Gouverneur von DKI Jakarta demonstriert. Basuki Tjahaja Purnama (genannt Ahok) ist Chinese und der erste christliche Gouverneur von Jakarta. Das sei vielen Muslimen ein Dorn im Auge.
Deutschland: Von Januar bis Juli 2016 insgesamt 142.500 Straftaten von Migranten erfasst
(Institut für Islamfragen, dk, 31.10.2016) Laut Bericht des Gatestone Institute (New York City) vom 31. Oktober 2016 gab das Bundeskriminalamt (BKA) bekannt, dass Migranten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 in Deutschland 142.500 Straftaten begangen hätten; das seien 780 Straftaten jeden Tag und ein Anstieg von 40 % gegenüber 2015.
Großbritannien: Erzbischof von Canterbury hält Aufklärung über Dschihadismus an anglikanischen Oberschulen für wünschenswert
(Institut für Islamfragen, dk, 31.10.2016) Laut der englischen Hilfsorganisation Barnabas Aid (Pewsey, Wiltshire, UK) forderte der Erzbischof von Canterbury, The Most Rev. Justin Welby, die Schuldirektoren der anglikanischen Schulen auf, den Schülern zu verdeutlichen, wie dschihadistische Terroristen denken.
Buchvorstellung: Muhammad war kein Prophet, der in Armut lebte
(Institut für Islamfragen, dh, 30.10.2016) Der Gelehrte Dr. Mabruk Atiya wirbt im Internet für sein Werk mit dem Titel: ‚Das Bestreiten der Armut des Propheten – Allahs Segen und Heil seien auf ihm‘ und erläutert, dass er sich wünscht, dass dieses Buch überall von Muslimen gelesen würde, denn es zeige ihnen Tatsachen, die die überwiegende Mehrheit der Muslime nicht kenne und sogar für falsch hielte. Dr. Atiya ist u.a. Absolvent der al-Azhar-Universität, wo er den Doktotitel mit Auszeichnung erworben hat.
Frankreich: Ist der Islam inzwischen die primäre Religion Frankreichs?
(Institut für Islamfragen, dk, 30.10.2016) Laut einem Bericht des Gatestone Institute (New York City) vom 30. Oktober 2016 befindet sich der französische Katholizismus in einem tragischen Abwärtstrend, gefangen zwischen staatlichem Säkularismus und politischem Islam. Die französische Tageszeitung Le Figaro stelle die Frage, ob der Islam nicht inzwischen die primäre Religion Frankreichs sei.
Sonderdruck Nummer 11 (Teil 2)
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Scharia (Teil 2)
Irak: Parlament verbannt Alkohol aus dem Irak
(Institut für Islamfragen, dk, 24.10. 2016) Laut einem Bericht in der „Times of Israel“ vom 23. Oktober 2016 fasste das irakische Parlament am 22. Oktober 2016 den Beschluss, Alkohol aus dem Irak zu verbannen. Produktion, Einfuhr und Verkauf von Alkohol würden nun unter Strafe gestellt. Befürworter des Verbots hätten damit argumentiert, dass die irakische Verfassung jedes Gesetz verböte, dass dem Islam widerspräche.
Medien stellen sich häufig hinter Proteste von Muslimen und wiederholen Vorwurf der Islamphobie
(Institut für Islamfragen, dk, 24.10.2016) Ein Gastartikel des italienischen Journalisten Guilio Meotti beim Gatestone Institute (New York City/USA) vom 23. Oktober 2016 thematisiert den eklatanten Unterschied, den nach Auffassung des Autors viele Medien machen, wenn sie auf Proteste von Muslimen und auf Proteste von Christen eingehen.
Darf ein Muslim in den Ländern der Ungläubigen heiraten, mit der geheimen Absicht, sich später von seiner Frau zu trennen?
Frage: Einige Muslime vereisen ins Ausland, etwa, um zu studieren. Dürfen sie heiraten, mit der [geheimen] Absicht, sich später scheiden zu lassen? Was ist der Unterschied zwischen dieser Heirat und der Genusssehe?
Was muss beachtet werden, wenn eine Frau ihren früheren Ehemann erneut heiratet, der sich von ihr dreimal [d.h. unwiderruflich] hat scheiden lassen?
„Ich war 12 Jahre verheiratet und habe 3 Kinder. Aber meine Ehefrau hat etliche ihrer ehelichen Pflichten nicht erfüllt. Sie sprach lauter [dominanter] als ich. Sie war nicht gepflegt und hat nicht ordentlich gekocht. Ich habe viel ausgehalten, aber sie hat nicht gehorcht.
Darf der muslimische Machthaber die Menschen dazu zwingen, die Pflichten des Islams zu verrichten?
„Wie wird es [islamisch] beurteilt, wenn eine Regierung Muslime dazu zwingt, das [rituelle] Gebet zu verrichten, [also] die Pflichten des islamischen Gesetzes [der Shari’a] einzuhalten, z.B. das Verbotene zu verschleiern oder zu beten usw.? Und wie wird derjenige beurteilt, der behauptet: ‚Keine Institution darf seine muslimischen Schülerinnen zur Gesichtsverschleierung oder zum Tragen des Kopftuchs zwingen?‘“
