Suha Arafats Äußerungen rufen Unruhen unter Palästinensern hervor

Institut für Islamfragen

Soll Arafat „lebendig begraben“ werden? – Eine Äußerung Israels?

(Institut für Islamfragen, 09.11.2004, dh) Die letzten Äußerungen Suha al-Tawils, der Ehefrau von Yassir Arafat, haben Unruhen unter Palästinensern hervorgerufen. Suha sprach u. a. von „einer Gruppe von Erben, die Yassir Arafat lebendig begraben will“. Als Protest gegen diese Aussagen wurde eine Demonstration organisiert. Die Demonstrantinnen trugen Plakate mit Parolen wie:

„Die Zunge, die Unruhe verursachen möchte, soll schweigen.“ Und: „Yassir Arafat gehört dem Volk, nicht Suha!”

Führende palästinensische Führer verurteilten diese Äußerungen; der palästinensische Premierminister Ahmad Qree’ beschrieb sie als „bedauerlich“.

Faruk al-Kadumi, der Leiter der politischen Fraktion der PLO, sagte:

„Diese Frau muß die Vernunft verloren haben, wenn sie so etwas sagt.“

Yassir Abd Rabo, Leiter des exekutiven Ausschusses der PLO kommentierte:

„Suha leidet unter hysterischen Anfällen. Wir hoffen, Allah wird sie heilen (…) Ich glaube nicht, daß irgendjemand ihre Äußerungen Ernst nimmt.“

Dr. Hanan ‘Ishrawi, Mitglied des legislativen Komitees der PLO, wies auf verschiedene Motive hin, die Suha dazu bewogen haben könnten, solche Äußerungen zu tun:

„Frau Suha muß ihre Motive offenlegen; seien sie persönlich, politisch oder finanzieller Natur!“

Azmi al Sha’ibi, Mitglied des legislativen Komitees der PLO sagte:

„Man muß die Frage stellen, wer hinter diesen Äußerungen steht, Personen, die Suha veranlaßt haben, so etwas zu sagen.“

Ein anderes Mitglied des Komitees beschuldigte Israel als denjenigen, der Suha „diese Aussagen diktiert hat“.

Quelle: www.daralhayat.com/arab_news/levant_news/11-2004/20041108-09p01-02.txt/story.html