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Interview zur Verhaftung deutscher Konvertiten und ihrer Rolle innerhalb des islamischen Extremismus
Frankfurt/Main (AP) Frisch bekehrt und stark im Glauben: Wer als Deutscher zum Islam konvertiert, stürzt sich oft mit besonderer Leidenschaft ins spirituelle Leben. „Die meisten Konvertiten wollen den geborenen Muslimen zeigen, dass sie ganz besonders religiös sind“, sagt Gerhard Isa Moldenhauer, der vor mehr als 25 Jahren zum Islam übertrat und heute Vorstandsmitglied des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland ist.
Worte aus der islamischen Überlieferung zur Ehe
Welche Eigenschaften soll eine Ehefrau haben? „Jabir b. ’Abdullah … berichtete: ‚Ich heiratete zu Lebzeiten des Propheten Muhammad … eine Frau, und ich traf den Gesandten Allahs … und er sagte zu mir: ‚Jabir, hast du geheiratet?‘ Ich sagte: ‚Ja.‘ Er fragte: ‚Eine Jungfrau oder eine bereits zuvor verheiratete Frau?‘ Ich antwortete:
Schiitische Ashura-Feiern: Erlösung durch Buße und Leiden
Besondere Erwähnung verdienen die wichtigsten schiitischen Feiertage im Monat Muharram, die Ashura-Feierlichkeiten. Ashura steht für den schiitischen Glauben an das Leiden und das Opfer des Gerechten – ein Gedanke, den die sunnitische Theologie so nicht kennt. Dort wird insbesondere die christliche Auffassung eines Opfertodes Jesu am Kreuz abgelehnt und verneint, dass durch stellvertretendes Leiden Erlösung geschehen kann. Leiden im Diesseits ist nach sunnitischem Verständnis allenfalls eine Prüfung des Gläubigen und unhinterfragbares Handeln des Allmächtigen, kann aber keine Erlösung bewirken.
Polygamie (Vielehe)
Der Koran beschränkt die Zahl der Ehefrauen eines Mannes in Sure 4,3 auf die Ehen mit vier Frauen (gleichzeitig):
Gott in der Bibel – Allah im Koran
Heutzutage glauben viele Menschen, dass alle Religionen bzw. Götter in gewisser Weise gleich seien. Alle oder doch wenigstens die monotheistischen Religionen sollen versuchen, Brücken zwischen Menschen und den wohlwollenden Kräften innerhalb dieser Religionen zu schlagen. Alle Götter seien hohe Wesen, auf die der Mensch angewiesen sei. Alle Religionen, so glaubt man, geben dem Menschen Anweisung, eine bestimmte Haltung gegenüber den höchsten Kräften einzunehmen. Alle Religionen fordern den Glauben an übernatürliche Kräfte und Wesen (Engel, Teufel, Geister usw.), sie streben eine qualitative Verwandlung des Menschen an u.ä.m.
Rezension: Hülya Rinscheid. Lebe – Yascha!
Die Türkei, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein Land, tief geprägt von religiösen Riten und Traditionen, das mit dem langsamen Vordringen des säkularen Gedankenguts des Mustafa Kemal zum Sprung in die Moderne ansetzt. Doch während in der Stadt die Reformen bereits deutlich sichtbar sind, verläuft das Leben auf dem Land noch in ganz anderen Bahnen. Wie das konkret aussieht, zu welchen Spannungen der Kampf Tradition gegen Moderne führt und welche Auswirkungen das für das Leben eines einzelnen Mädchens haben kann, beschriebt Hülya Rinscheid eindrücklich in ihrem Buch „Lebe – Yascha!“.
Die Büchse der Pandora – Israels neuer Libanonkrieg (2006)
Dieser Beitrag stammt von Gideon W. Er promoviert über ‚Moderne Schi’itische Ideologie im Libanon‘ an der Hebräischen Universität Jerusalem.
Rezension: Nahed Selim. Nehmt den Männern den Koran: Für eine weibliche Interpretation des Islam
Für viele muslimischen Männer haben Frauen zu schweigen, wenn es um den Islam, den Koran und seine Auslegung geht. Damit will sich die ägyptische Journalistin Nahed Selim nicht abfinden und setzt sich als kritische, aber gläubige Muslimin in ihrem Buch „Nehmt den Männern den Koran“ mit ihrem Glauben und der „männlichen“ Interpretation des Korans auseinander.
Der Abfall vom Islam
Wenn in einem islamischen Land Muslime zum Christentum konvertieren und mit der Todesstrafe bedroht werden – wie derzeit einige afghanische Konvertiten – flammt die Menschenrechtsdiskussion erneut öffentlich auf. Im Westen werden die Einschränkung der Religionsfreiheit und ein Verstoß gegen die Menschenrechte in den Vordergrund der Diskussion gerückt. Gleichzeitig aber haben fast alle islamischen Länder Menschenrechtsrerklärungen unterzeichnet, wie zum Beispiel die „Allgemeine Menschenrechtserklärung“ der Vereinten Nationen aus dem Jahr 19481Worauf sind die divergierenden Auffassungen zurückzuführen?
Zeitehe
Die Zeitehe wird bis heute von einigen – nicht von allen – schiitischen Gruppierungen in Indien, Iran, Irak und Pakistan praktiziert. Von der muslimischen Mehrheit der Sunniten wird sie heute fast durchgängig als eine Form der Prostitution abgelehnt. Man argumentiert dagegen von schiitischer Seite, die Zeitehe sei keine Prostitution, denn bei der Prostitution werde die Frau gedemütigt, degradiert und ausgebeutet, während die Frau bei der Zeitehe ‚freiwillig‘, unter bestimmten, festgelegten Bedingungen für eine gewisse Zeit einen Vertrag mit einem Mann eingehe, den sie sich frei ausgesucht habe.
Rezension: „Die verlorenen Söhne“ – Ein türkisches Männerbuch
Nach ihrem Aufsehen erregenden, zuerst von der türkischen Presse und danach von deutschen Migrationsforschern heftig angegriffenen Buch über die so genannten türkischen Importbräute „Die fremde Braut. Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland“ (Köln: Kiepenheuer & Witsch, inzwischen in 7. Aufl.) legt die türkischstämmige Hamburger Soziologin Necla Kelek nun das Pendant zu ihrem Frauenbuch vor – ein Männerbuch.
„Das Wahre und Schöne“
Im Gespräch mit Dr. Nadeem Elyas, Ehrenmitglied des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD)
Der Koran – Die heilige Schrift des Islam
Der Islam ist eine klassische Schrift- oder Buchreligion. „Im Mittelpunkt des Christentums steht eine Person, Christus; im Mittelpunkt des Islams dagegen ein Buch, der Koran“. Das bedeutet zum einen, daß die Offenbarungsschrift des Islam, der „edle (oder „vornehme“) Koran“ (arab. ‚al-qur’an al-karim‘) – wie er von muslimischen Theologen genannt wird – eine zentrale Stellung im Islam einnimmt.
Die Schiiten
Nachdem Muhammad am 8.6.632 gestorben war, ohne eine Regelung für seine Nachfolge getroffen zu haben, entstanden unter der jungen muslimischen Gemeinde unterschiedliche Auffassungen darüber, wer ihr Führer sein sollte. Daraus ergab sich die geschichtlich und theologisch folgenschwerste Spaltung der islamischen Gemeinschaft in verschiedene Gruppierungen, unter denen diejenigen, die später als „Sunniten“ und „Schiiten“ bezeichnet wurden, die bedeutendsten waren. Als „Schiiten“ werden die Anhänger ’Alis, des Cousins und Schwiegersohns Muhammads bezeichnet,
Ehrauffassungen in nahöstlichen Gesellschaften
Das Konzept von „Ehre“ und „Schande“ ist im Bereich der nahöstlichen Tradition und des Volksislam anzusiedeln und werniger mit dem Koran zu begründen. Der Koran nennt zwar den Begriff der „Ehre“ an einigen wenigen Stellen (3,26-27; 49,13; 70,23-35), aber es geht in diesem Zusammenhang um die Ehre, die Allah dem rechten Gläubigen zumisst, vor allem dadurch, dass er ihm nach seinem Tod den Zugang zum Paradies gewährt. Weder der Koran noch die islamische Überlieferung sprechen in dem Sinn von Ehre, wie er vor allem im ländlichen Bereich, dem vom Stammedenken und Stammesstrukturen geprägten islamischen Umfeld gelebt wird.
Der Ehrenmord
Nach Berichten der UN ist Gewalt gegen Frauen die häufigste Todesursache von Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren. Eine Form der Gewalt gegen Frauen ist der sogenannte „Ehrenmord“.
Rezension: Gilles Kepel. Die neuen Kreuzzüge: Die arabische Welt und die Zukunft des Westens
Terroranschläge, Selbstmordattentate, Mißtrauen bis hin zur offenen Feindseligkeit – Diese und andere negative Schlagzeilen beschreiben heute die Beziehung zwischen der islamischen Welt und dem Westen. Fast täglich scheint sich die Kluft zu vergrößern. Was sind die Ursachen für diese Feindseligkeiten? Ist der Zeitpunkt gar verpaßt, um diese Kluft überwinden zu können? Wie gefährlich ist die momentane Lage wirklich?
Was ist Islamismus?
Mit dem Begriff „Islamismus“ wird heute – insbesondere nach den Ereignissen des 11.9.2001 – vielfach islamischer Terrorismus assoziiert. Islamisten sind jedoch Muslime, die die Errichtung einer Gesellschaft auf den Grundlagen von Koran und Sunna anstreben (Sunna = islamische Tradition). Islamistische Gruppierungen gibt es in vielerlei Ausrichtungen und Schattierungen, die das Ziel der Islamisierung der Gesellschaft mit ganz unterschiedlichen Mitteln erreichen möchten:
Islamismus – Argumente zur Beurteilung in Thesen
1. Der Islamismus ist eine moderne religiöse Ideologie. Sie ist aus der Rückbesinnung auf die ideal verstandene Frühzeit des Islam – das Modell von Medina mit seiner Einheit von religiösem und politischem Islam – und aus der Auseinandersetzung der Muslime mit dem modernen aufgeklärten Denken des Westens mitsamt seinen Ideologien – Rationalismus, Idealismus, Humanismus, Sozialismus, Nationalismus, Faschismus – entstanden.
Islamischer Fundamentalismus – Ideale und Realität
Was macht den islamischen Fundamentalismus (oder: politischen Islam) aus? Welche persönlichen Enttäuschungen und welche Hoffnungen lassen einen Muslim zum Fundamentalisten werden, der dem Islam in seinem Umfeld auf politisch-gesellschaftlicher Ebene zur Durchsetzung verhelfen möchte?
