Dürfen Ungläubige in Ländern des Islams zu ihren Religionen einladen?

Institut für Islamfragen

Rechtsgutachten: Islamweb, eine Organisation des katarischen Religionsministeriums, die sich vor allem auf Rechtsgutachten [arab. Fatawa] und die Verbreitung des Islam [arab. Da’wa] spezialisiert hat. Sie zählt zu den größten Online-Zentren dieser Art mit sehr großer Reichweite.

Nummer des Rechtsgutachtens: 311347
Datum: 26.10.2015

(Institut für Islamfragen, dh, 20.10.2016)

„Die Nichtmuslime dürfen auf gar keinen Fall in Ländern der Muslime zu ihren Religionen einladen. Das darf nicht in Frage gestellt werden. Eine der Bedingungen des Vertrags des Umar [arab. al-‘ahda al-Umariya], die die Juden und Christen selbst formuliert haben [mit dem Kalifen Umar, dem zweiten Nachfolger Muhammads], und die von Umar – Allahs Wohlgefallen sei auf ihm – angenommen wurde, lautete: ‚Wir werden weder unsere Religion [anderen] anbieten noch laden wir zu unserer Religion ein.‘

Dies ist keine umstrittene Angelegenheit, denn es ist klar, selbstverständlich und es wurde im Koran [auch so] erwähnt. Falls [die Nichtmuslime in islamischen Ländern] gegen diese Bedingung verstoßen, wird ihr [Friedens- oder Schutzvertrag mit den Muslimen] nichtig.“

Quelle: http://fatwa.islamweb.net/fatwa/index.php?page=showfatwa&Option=FatwaId&Id=311347