Terroristische Gruppe im Libanon enttarnt

Institut für Islamfragen

Zwölf Personen aufgrund ihrer Beteiligung an der Planung terroristischer Attentate und des Besitzes von großen Mengen Sprengstoff und verschiedener Schußwaffen verhaftet

(Institut für Islamfragen, 24.09.2004, dh) Eine terroristische Gruppe wurde kürzlich in Beirut entdeckt und ihre Mitglieder verhaftet. 12 Personen wurden aufgrund ihrer Beteiligung an der Planung terroristischer Attentate und dem Besitz von großen Mengen Sprengstoff und verschiedenen Schußwaffen im Libanon verhaftet.

Der libanesische Innenminister, Ilias al-Mur, erklärte, zwei Frauen hätten die sensitiven Aufgabaen dieser Terrorgruppe übernommen. Eine von ihnen verbarg große Mengen Sprengstoff (TNT) und verschiedene Waffen, z.B. ferngesteuerte Raketen vom Typ „Lo“. Diese sollten später von der Gruppe verwendet werden, um Attentate zu verüben.

Der libanesische Staatsanwalt, Richter ‘Adnan ‘Addum, machte bezüglich der Person der zweiten beteiligten Frau folgende Angaben. Sie hatte die Aufgabe, Fotos von australischen und britischen Botschaften in Beirut zu machen. Zudem wurde sie beauftragt, die Arbeiter dieser Botschaften zu beobachten und genaue Berichte darüber zu verfassen. Vor allem sollte sie die Arbeitszeiten des Personals der Botschaften protokollieren. Dies soll eine Vorbereitung für verschiedene Attentate sein, für Sprengungen Mordanschläge usw.

In seiner Rede sagte der Innenminister am 22.9., die Gruppe habe auch andere Botschaften im Visier gehabt. Er wollte aber diese Botschaften nicht benennen.

Die saudische Zeitung „ash-sharq al-awsat“ erhielt Informationen über die zweite beteiligte Frau. Sie soll den Decknamen „Sana’“ tragen und sei Libanesin und mit einem Palästinenser verheiratet.

Richter ‘Addum teilte mit, die Führer der Gruppe seien „Ahmad al-Miqati“ und „Isma’il al-Khatib“. Al-Miqati wird ebenfalls wegen seiner mutmaßlichen Teilnahme an der Ermordung der amerikanischen christlichen Missionare 1999 in Saidon verhört. Er gilt als sehr gefährlich, vor allem wegen seiner Verbindungen zu „Mu’ammar al-‘Awami“ aus dem Jemen; der eine ähnliche Gruppe in Libanon angeführt hat. Als al-‘Awami verhaftet wurde, konnte Ahmad al-Miqati ihm vergiftetes Essen senden, um ihn zu töten, bevor er Informationen über die Gruppe verraten konnte. Al-Miqti bewerkstelligte dies in einer Verkleidung.

Richter ‘Addum hält es für höchstwahrscheinlich, dass die gefaßte Gruppe Verbindungen zu der Gruppe von Abu Mus’ab al-Sarqawi (im Irak) und anderen terroristischen Organisationen in Deutschland und Dänemark habe. Das libanesische Justizministerium soll ein Hauptziel der Gruppe gewesen sein. Infolgedessen versucht ‚Addum eine Genehmigung von der libanesischen Regierung erhalten, die erhöhte Vorsichtmaßnahmen bezüglich der Bewachung und des Schutzes des Justizministeriums ermöglichen.

Quelle: www.asharqalawsat.com