Saudische Regisseurin kämpft gegen Benachteiligung der Frauen in ihrer Heimat

Institut für Islamfragen

Eine saudisch-arabische Regisseurin kämpft gegen strenge Verbote in ihrer Heimat

(Institut für Islamfragen, 27.07.2004, dh) Eine saudische Regisseurin kämpft gegen strenge Verbote in ihrer Heimat. Haifa’ al-Manssour ist 31 Jahre alt und kommt aus Saudi-Arabien, einem Land, in dem es keine Kinos gibt. Trotzdem hat sie Texte für drei kurze Filme verfasst und die Filme gedreht.

Sie hat elf Geschwister und studierte an der amerikanischen Universität in Kairo/Ägypten. Sie sieht die Filmproduktion als ein elementares Mittel, um „die Fragen, die uns seit dem 11. September beschäftigen, zu beantworten“.

In ihren Filmen kritisiert al-Manssour die gesellschaftlichen Normen in ihrer konservativen Heimat. Sie ist die einzige saudische Regisseurin. In ihrem ersten Film „Ich und der andere“ ruft sie zur Toleranz mit Andersdenkenden auf. Dieses Jahr wurde der Film auf dem Kinofestival in Rotterdam ausgezeichnet.

Al-Manssours’ Film „Wer …“ handelt von einem Verbrecher, der sich unter einem alles verhüllenden Schleier versteckt. Dadurch möchte die saudische Regisseurin das Tragen des Schleiers in Frage stellen. Sie Sagte:

„Ich versuchte die Leute dazu zu bewegen, sich Gedanken über Sachen zu machen; Sachen die sie als Selbstverständlichkeit betrachten“.

In Saudi-Arabien dürfen Frauen weder Autos fahren, noch arbeiten, ein Girokonto öffnen, oder Unternehmen ohne Genehmigung eines männlichen Vormundes führen. Das Erscheinen von Frauen auf dem Bildschirm ist in diesem Land unerwünscht. Deshalb gibt es sehr geringe Anzahl von Schauspielerinnen. Eine Frau, die in einem Fernsehfilm spielte, nachdem sie die Genehmigung ihres Ehemannes dafür erhalten hatte, musste ihre Rolle aufgeben, weil sie eine Drohung von ihrem Stamm erhalten hat. Man kündigte ihr den gewaltsamen Tod an, wenn sie mit dem Schauspielen nicht aufhöre.

Quelle: www.alarabonline.org/index.asp?fname=20047jul20jultue924.htm &dismode=x&ts=20/07/2004%2003:10:33%20?