Moschee kurdischer Ausrichtung in Hamburg eröffnet

Institut für Islamfragen

Neueröffnung nach Umzug der Schex Sait Moschee mit Lesung des Korans in Kurdisch

(Institut für Islamfragen, 15.09.2004, mk) Nach dem Umzug der Schex Sait Moschee in Hamburg wurde die Eröffnungsfeier von 100 kurdischen Gästen begleitet. Während der Feier wurde der Koran auf Kurdisch vorgelesen. Der Iman rief die kurdischen Zuhörer auf, diese kurdische Einrichtung zu unterstützen. Die Moschee wird innerhalb der „Kurdischen Islambewegung“ betrieben. Sie befindet sich in Hamburg, Kleine Chippes 13.

Kommentar: Die Leitung der meisten Moscheen in Deutschland gehören einer bestimmten politischen Ausrichtung oder Partei an. Den Koran auf Kurdisch vorzulesen ist sehr ungewöhnlich, da er für gläubige Muslime nur in Arabisch der Koran ist, jede Übersetzung dagegen nur als reine Auslegung des wahren Korans gilt. Kemal Atatürk, Gründer der modernen Türkei, hatte einige Jahre versucht den Muezzinruf und die Lesung des Korans auf Türkisch durchzusetzen. Nach erbittertem Widerstand der Bevölkerung, musste er diese Veränderung aber wieder zurücknehmen.

Quelle: Özgür Politika, 14.09.04, S.11