Frankfurter Buchmesse eröffnet

Institut für Islamfragen

Wird die Messe der „Annäherung der Kulturen“ dienen?

(Institut für Islamfragen, 05.10.2004, dh) Heute, am 05.10.2004, wird die Buchmesse in Frankfurt mit dem Schwerpunkt „Arabische Welt“ eröffnet. Damit wird der Wunsch des Generalsekretärs der arabischen Liga, ‘Omar Moussa, Wirklichkeit, der einmal gesagt haben soll:

„Die arabische Teilnahme an dieser Messe wird zur Annäherung zwischen den Kulturen beitragen“ und: „Es wird uns (den Arabern) gelingen, weil wir auf Erfolg beharren“.

Die Messe wird von Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet. Ein Eröffnungswort von dem berühmten ägyptischen Literaten Nagib Mahfuz (Nobelpreisträger von 1988) wird bei der Eröffnung verlesen werden. Insgesamt werden auf der Buchmesse rund 6600 Verlage aus 110 Ländern vertreten sein und etwa 350 000 Bücher augestellt werden.

Einige arabische Länder verweigerten die Teilnahme an der Messe, darunter Marokko, der Irak, Libyen, Algerien und Kuwait.

Der arabische Schriftsteller Taher Bin Jaloun beschrieb die Messe ironisch als „Zirkus der Araber in Frankfurt“. Der bekannteste arabische Schriftsteller in Deustschland, Rafik al-Shami (ein syrischer Christ), äußerte sich im „Stern“ kritisch gegenüber der arabischen Kultur. Kein einziges Buch von al-Shami, der auf deutsch zahlreiche Werke veröffentlichte, wurde bisher ins Arabische übersetzt. Im Gegensatz dazu sollen einige hundert arabische Titel ins Deutsche übesetzt werden.

Quelle: www.daralhayat.com/culture/10-2004/20041004-05p16-01.txt/story.html