Ägypten: Einflussreicher Scheich von Interpol-Fahndungsliste gestrichen

(Institut für Islamfragen, dk, 12.09.2017) Die ägyptische Tageszeitung Al-Mesryoon bewertete am 11. September 2017 die Entscheidung von Interpol, die Namen von Scheich Dr. Yusuf al-Qaradawi und 40 weiteren führenden Persönlichkeiten der Muslimbruderschaft von ihren Fahndungslisten zu streichen, als Niederlage des ägyptischen Rechts- und Sicherheitsystems.

Indonesien: Sunnitischer Gelehrter mahnt westliche Politiker, den Zusammenhang zwischen Islam und Terror im Namen des Islam deutlich beim Namen zu nennen

(Institut für Islamfragen, dk, 11.09.2017) Der indonesische sunnitische Gelehrte Kyai Haji Yahya Cholil Staquf gab am 19. August 2017 der FAZ ein Interview, das vom amerikanischen Time Magazin ins Englische übersetzt und auch in verschiedenen deutschen, niederländischen und französischen Zeitungen kommentiert wurde. Es führte in Indonesien zu einer Debatte über den Zusammenhang von Islam und Gewalt, denn Yahya Cholil Staquf ist der Generalsekretär der mit etwa 50 Millionen Mitgliedern größten Muslim-Vereinigung Indonesiens, der Nahdlatul Ulama (NU).

USA: Rabbiner fordern US Regierung auf, sich für verfolgte muslimische Rohingya einzusetzen

(Institut für Islamfragen, dk, 09.09.2017) Die Times of Israel berichtete am 8. September 2017, dass eine Gruppe von 26 Rabbinern der progressiven orthodoxen rabbinischen Gruppierung „Torat Chayim“ die US Regierung aufgefordert habe, sich durch diplomatischen Druck auf die Regierung von Myanmar für die verfolgten muslimischen Rohingya einzusetzen.

USA: Muslimischer Autor bei jüdisch-muslimischer Studie zu jüdischer Identität und Judaismus engagiert

(Institut für Islamfragen, dk, 09.09.2017) The New York Jewish Week berichtete am 5. September 2017 über den amerikanischen Autor Haroon Moghul (37 Jahre) und sein Buch „How to be a Muslim: An American story“ (Beacon Press). Es seien die Memoiren eines intelligenten, jungen Mannes, so der Bericht, der sich mit spirituellen und emotionalen Herausforderungen auseinandersetze, um sowohl den Grundsätzen seiner Religion als auch denen einer säkularen Gesellschaft gerecht zu werden.

Interview im arabischen Fernsehsender „Al-An“ über IS-Sklavinnen

(Institut für Islamfragen, dh, 05.09.2017) „Als die IS-Kämpfer die Provinz von Sandjar (Irak) eroberten, brachten sie alle jesidischen Männer um, weil sie [für sie] Ungläubige waren. Ihre Frauen und Mädchen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. 8 bis 10-jährige Mädchen wurden separat gehalten. Die anderen Frauen wurden versammelt und mussten sich einem Jungfräulichkeitstest unterziehen. Ein Arzt untersuchte sie und teilte die Frauen in zwei weitere Gruppen auf, Jungfrauen in eine Gruppe und die, die keine Jungfrauen waren, in eine andere Gruppe. Jeder der IS-Kämpfer in Sandjar bekam eine Sklavin aus der Gruppe der gefangenen Frauen. … “

Terrorismus in Europa: Zahl der dschihadistischen Terrorverdächtigen stark angestiegen

(Institut für Islamfragen, dk, 07.09.2017) Laut Bericht von Europol über die Terrorismussituation und seine Trends 2016 in Europa ist die Zahl der dschihadistischen Terrorverdächtigen von 395 im Jahre 2014 und 687 im Jahre 2015 auf 718 (26% Frauen) im Jahre 2016 angestiegen. Es habe insgesamt 142 fehlgeschlagene, frühzeitig aufgedeckte und vollendete terroristische Angriffe gegeben.

USA: Muslime zu 92% stolz darauf, Amerikaner zu sein

(Institut für Islamfragen, dk, 07.09.2017) Ein Artikel des Boston Globe, der von MercatorNet (North Strathford, NSW, Australien) zitiert wird und auf Untersuchungen des Pew Research Centers (Washington D.C.) basiert, betont, dass amerikanische Muslime die lange amerikanische Tradition eines moderaten Religionsverständnisses weiterführten.