Neue Spannungen zwischen der „Israel first“ und „America first“-Bewegung

Interview mit US-Botschafter in Israel Mike Huckabee löst in der arabischen Welt Kritik aus

(Institut für Islamfragen, es, 26.02.2026) Am 22. Februar 2026 veröffentlichte die katarische Nachrichtenseite alQuds alArabi eine Kritik der Äußerungen des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee, im Interview mit dem amerikanischen Journalisten Tucker Carlson, in dem Huckabee nahelegt, es wäre „in Ordnung“, wenn Israel den gesamten Nahen Osten einnehme (er fügte dann hinzu: „They’re not seeking to control Jordan, or Syria, or Iraq, or anywhere else. They want to protect their people.“).

Laut der Kritik aus dem Ausland schreibe der Botschafter Israel hier eine quasi biblisch legitimierte Sonderstellung zu. Zugleich zeige das Interview die Spannung zwischen dem Teil der Amerikaner, der Israel als religiös-sakralen Bezugspunkt verstehe und jenen Kräften, die unter dem Slogan „America first“ nationale US-Interessen betonen und Israels Rolle eher strategisch definierten. Anhand der heftigen Reaktionen von 17 arabischen und islamischen Staaten sowie regionalen Organisationen würden die theologisch aufgeladenen Positionen die Kluft zwischen dem Bild eines „moderaten“ Israel und der Radikalität seiner wichtigsten politischen Unterstützer in den USA vertiefen.

Quelle: „The scandal of the ‚moderate‘ Israel and the ‚hardline‘ ambassador!“, https://mideastwire.com/page/articleFree.php?id=88414

(Institut für Islamfragen, es, 26.02.2026) Am 22. Februar 2026 veröffentlichte alQuds alArabi eine Kritik der Äußerungen des US-Botschafters in Israel im Interview mit dem amerikanischen Journalisten Tucker Carlson, in dem Huckabee nahelegt, es wäre „in Ordnung“, wenn Israel den gesamten Nahen Osten einnehme.