Fatawa

Fatwas (oder eigentlich im Plural: Fatawa) sind Rechtsgutachten islamischer Gelehrter. Diese Gelehrten erläutern durch eine schriftliche Beurteilung einer bestimmten Frage des islamischen Rechts ihre persönliche Einschätzung. Fatwas werden in eigener Sache oder im Auftrag einer Institution oder eines Herrschers erlassen. Wenn Sie mehr über Fatawas wissen möchten, lesen Sie den Artikel der Islamwissenschaftlerin Dr. Christine Schirrmacher: Was ist eine Fatwa?

Die folgenden Texte sind Zusammenfassungen von Nachrichten internationaler Medien oder Übersetzungen von Meldungen aus dem Arabischen und Türkischen. Sie dienen der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Geschehnissen und Verlautbarungen von Meinungsführern und geben nicht die Meinung der Internetseitenbetreiber wider.

Siehe auch: Zu unseren Nachrichten und unserer Fatwasammlung im Bereich FAQ.

 

Warum gilt das Zeugnis einer Frau nur die Hälfte des Zeugnisses einen Mannes?

(Sure 2,282: „Und lasst zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann [sollen es bezeugen] ein Mann und zwei Frauen“)

Gilt die Charakterisierung [Muhammads] der Frauen als solche, die an einem Mangel …

… an Intelligenz und Religion leiden und undankbar gegenüber ihren Ehemännern sind, allgemein für alle Frauen? (Rechtsgutachter: „Islamweb“)

Wurde die Genussehe [eine zeitlich befristete Ehevertrag; arabisch: „zawjatu l-mut’a“] tatsächlich aufgehoben?

„Was Allahs Prophet, Allahs Segen sei auf ihm und auf den Seinen, für erlaubt [arab. „halal“] erklärt hat, gilt als erlaubt bis zum Jüngsten Tag. Was er [Muhammad] für verboten erklärt hat, gilt als verboten bis zum Jüngsten Tag. …“

Darf ein Muslim seine Tochter „Natalie“ nennen?

„Soweit wir wissen, ist dieser Name kein Name der Muslime, sondern ein nicht-arabischer Name. Ein Muslim darf keinen nichtarabischen Namen tragen, es sei denn er wüsste, was dieser Name bedeutet. … “

Die Bedeutung des Gebetsrufes (arab. „adhan“), der in das rechte Ohr des Neugeborenen gesprochen wird

„Ibn Qudama, möge Allah ihm gnädig sein, schrieb in seinem Werk ‚al-Mughni“ (120/11)‘: ‚Es ist wünschenswert, dass der Vater den Gebetsruf in das Ohr seines Neugeborenen hineinspricht, wenn es zur Welt gekommen ist. Denn Abdullah bin Rafi’ hat über seine Mutter überliefert, dass Allahs Prophet [Muhammad], Allahs Segen und Heil seien auf ihm, in [das Ohr seines Enkels] al-Hassans Ohr den Gebetsruf gesprochen habe, als Fatima [Muhammads Tochter] ihn [al-Hassan] geboren hatte.‘