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Sonderdruck Nummer 11 (Teil 2)

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Scharia (Teil 2)

Nachdem sich der erste Teil des Sonderdrucks „Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Scharia“ der Unvereinbarkeit der Scharia mit dem Grundprinzipien des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates gewidmet hat, konzentriert sich der vorliegende zweite Teil stärker auf die aktuellen Entwicklungen des Islam in Deutschland, der Suche nach einem integrierbaren „Euro-Islam“ und den verschiedenen Bereichen, in denen der Islam in seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen Staat und Gesellschaft herausfordert.


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Sonderdruck Nummer 11 (Teil 1)

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Scharia (Teil 1)

Die deutsche Islamdebatte pendelt häufig zwischen Dramatisierung und Panikmache einerseits und Verharmlosung andererseits. Häufig fehlt es in der meist emotional und hitzig geführten Diskussion an einer sachlichen Auseinandersetzung mit den Hauptquellen islamischen Glaubens und den Schlüsselbegriffen der Debatte. Zu letzteren gehört der Begriff der Scharia. Wenn sich muslimische Gelehrte und Aktivisten zu Fragen von Menschenrechten und Demokratie, zur Gleich- oder Ungleichbehandlung der Frau oder zu Terroranschlägen und der Legitimation oder Verurteilung von Gewalt im Namen der islamischen Religion äußern, beziehen sie sich dabei in aller Regel auf die Scharia und präsentieren ihre eigene Sicht als die schariagemäße und damit wahrhaft islamische Position. Scheinbar werden mit demselben Begriff sowohl Terror verurteilt als auch propagiert, Toleranz gegenüber Nicht-Muslimen gefordert als auch ihre Verachtung und die Abgrenzung von ihnen gepredigt, die Gleichberechtigung der Frau behauptet als auch ihre vielfältige Diskriminierung festgeschrieben, Demokratie als urislamisch dargestellt als auch als „Lehre des ungläubigen Westens“ verworfen etc. Das verunsichert viele Menschen, die aktuelle Entwicklungen in islamischen Ländern und einzelnen islamischen Gruppierungen in westlichen Städten einerseits und offizielle, missionarische und apologetische Stellungnahmen islamischer Vereine und Verbände andererseits zur Kenntnis nehmen. Um dieser allgemeinen Verwirrung und Unsicherheit über den Islam und den mit dem islamischen Recht verbundenen Werte und Bestimmungen zu begegnen, widmen sich dieser Sonderdruck in zwei gesonderten Teilen den wichtigsten Fragen zur Scharia.


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Sonderdruck Nummer 10

Carsten Polanz: Islam im Internet

Die Entdeckung des Internets im Islam

Muslimische Heiratsagenturen mit differenziertem Kriterienkatalog, islamische Einkaufsführer für schariakonforme Lebensmittel und modische Kopftücher für die muslimische Frau, Online-Anfragean einen einflussreichen Mufti zur islamischen Legitimität einer Chat-Bekanntschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen, missionarische Aufrufe, per Telefon zum Islam zu konvertieren, emotionalisierende Bilder und Videos muslimischer Kriegsopfer im Nahen Osten mit anschließendem Spendenaufruf, Videos jihadistischer Hetzprediger, die dem ungläubigen Westen und seinen vom Glauben abgefallenen Verbündeten in der arabischen Welt Terror bis zur Aufrichtung der islamischen Weltherrschaft androhen ... Die Welt islamischer Internetangebote ist vielfältig und schier unübersichtlich. Doch aufgrund der stetig wachsenden Bedeutung des Internets im Kommunikations- und Informationszeitalter und der gerade auch in städtischen Regionen islamischer Länder durch internetfähige Handys und Internetcafés steigenden Zugangsraten erscheint es geboten, sich intensiver mit den verschiedenen Ausdrucksformen islamischen Glaubens im Internet auseinanderzusetzen.


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Sonderdruck Nummer 09

Christine Schirrmacher: Ehrenmorde zwischen Migration und Tradition

Rechtliche, soziologische, kulturelle und religiöse Aspekte

Ehrenmorde finden nicht nur im östlichen Teil der Türkei statt. Auch in Europa – in Deutschland und den angrenzenden Ländern – sterben Frauen „aus Gründen der Ehre“. Zwar gibt es bisher in Deutschland keine gesonderten Statistiken der Kriminalämter für Ehrenmorde, aber Menschen- und Frauenrechtsorganisationen weisen allein zwischen Oktober 2004 und Juni 2005 auf acht Frauen hin, die aus diesem Grund den Tod fanden, davon sieben in Berlin. Zwischen 1996 und 2005 sollen es insgesamt 49 Morde oder Mordversuche gewesen sein; 77% der Opfer und Täter waren türkischer Abstammung. Etwa 5.000 Ehrenmorde sollen es nach Schätzung der Vereinten Nationen weltweit mindestens sein, mit einer vermutlich sehr hohen Dunkelziffer.


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Sonderdruck Nummer 08

Rolf Hille: Menschenrechte und Islam – Ist der „Kampf der Kulturen“ vorprogrammiert?

Der Fall des afghanischen Christen Abdul Rahman hat in Europa Aufsehen erregt und die Öffentlichkeit neu sensibilisiert für die Frage nach der Einhaltung von Menschenrechten in islamischen Ländern. Abdul Rahman, der sich schon vor Jahren zum christlichen Glauben bekehrt hatte, wurde in seiner Heimat Afghanistan entsprechend der islamischen Scharia mit der Todesstrafe bedroht. Nach westlichem Verständnis gehört aber die Freiheit zum Religionswechsel zu den elementaren Grundrechten des Menschen. Ganz anders in der Rechtstradition des Islam, wo nach Auskunft aller traditionellen Rechtsschulen der Abfall vom Islam mit der Todesstrafe geahndet werden muss. Wie steht es mit der Einhaltung von Menschenrechten in islamisch bestimmten Ländern? Gelten die von den Vereinten Nationen 1948 festgeschriebenen Menschenrechte universal für Menschen aller Kulturen und Kontinente? Oder haben wir es gerade hinsichtlich der Akzeptanz und Einhaltung von Menschenrechten mit einem eklatanten Zusammenprall der Kulturen zu tun?


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Sonderdruck Nummer 07

Albrecht Hauser: Wirklich kein Zwang im Glauben? - Religionsfreiheit und Menschenrechte aus islamischer Sicht – eine theologische Betrachtungsweise

Mangelnde Religionsfreiheit und Verletzung der Menschenrechte sind nichts Neues in der menschlichen Geschichte. Wir hätten wohl einige der großen Briefe des Apostel Paulus nicht, wenn er nicht immer wieder um des Glaubens willen im Gefängnis gewesen wäre. Die Kirche Jesu Christi wuchs gerade in ihren ersten 300 Jahren trotz mangelnder Religionsfreiheit. Erst unter dem Kaiser Konstantin (306 – 337), ab dem Jahre 312, gewann der christliche Glaube zunehmend auch staatliche Anerkennung im römischen Reich. Die Verfolgung der Christen und die Ausbreitung des christlichen Glaubens standen schon seit der Geburtsstunde des christlichen Glaubens in einer gewissen Ko-Relation, denn als die Jünger Jerusalem unter Verfolgung verließen, entstanden neue Gemeinden an Orten wie Antiochien, Damaskus und andernorts (Apostelgeschichte 8,1–4).


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Sonderdruck Nummer 06

Prof. Dr. Christine Schirrmacher: Ist Multi-Kulti am Ende? - Keine Alternative zur Wertediskussion

"Multi-Kulti" – wir alle kennen dieses Schlagwort. Ein Begriff, der heute eher kritisch beäugt wird, aber in den vergangenen Jahrzehnten zum guten Teil Leitlinie des Zusammenlebens von Christen und Muslimen in Europa war, auch wenn sich längst nicht alle über diese Prämisse im Klaren waren. Multi-Kulti – ein Ergebnis geschichtlicher Entwicklung, in die wir eher hineingestolpert sind, anstatt sie bewusst geplant und gesteuert zu haben. Eine Entwicklung, die sich zudem aus falschen Denkvoraussetzungen ergab, unter denen die muslimische Arbeitsmigration in Deutschland betrachtet wurde, sowie aus Gleichgültigkeit und Ignoranz.

 

 


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Sonderdruck Nummer 05

Eberhard Troeger: Islam oder Islamismus? - Argumente zu seiner Beurteilung

Der Islamismus ist eine moderne religiöse Ideologie. Sie ist aus der Rückbesinnung auf die zum Ideal erhobene Frühzeit des Islam – das Modell von Medina mit seiner Einheit von religiösem und politischem Islam – und aus der Auseinandersetzung der Muslime mit dem modernen aufgeklärten Denken des Westens mitsamt seinen Ideologien – Rationalismus, Idealismus, Humanismus, Sozialismus, Nationalismus, Faschismus – entstanden.


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Sonderdruck Nummer 04

Dr. Christine Schirrmacher: "Herausforderung Islam – sind wir darauf vorbereitet?"

Fast könnte es so scheinen, als ob viele Menschen in Deutschland das Thema „Islam“ erst richtig wahrgenommen haben, nachdem die Terroranschläge am 11. September 2001 die westliche Welt erschütterten. „Terror“ und „der Westen“ waren im Denken vieler Menschen zwei getrennte Welten; Terror schien weit weg, in Afrika, in Algerien oder allenfalls im Nahen Osten zu Hause zu sein. Seit den Flugzeugangriffen des „nine eleven“ – wie dieser Tag im

Amerikanischen häufig genannt wird – und den nachfolgenden, in Europa zum größten Teil durch Sicherheitskräfte vorzeitig aufgedeckten, aber in anderen Teilen der Welt mehrfach zum Erfolg gekommenen Anschlägen hat sich dieses Bild gewandelt.


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Sonderdruck Nummer 03

Dr. Christine Schirrmacher: Offene Fragen zum islamischen Religionsunterricht

Verständlich ist der Wunsch muslimischer Mitbürger, in der Schule eine religiöse Unterweisung ihrer Kinder gewährleistet zu sehen, insbesondere, da das Grundgesetz die Erteilung von Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach in "Übereinstimmung mit Grundsätzen der Religionsgemeinschaft" garantiert. Selbstverständlich muss ein solcher Unterricht personell und inhaltlich wie jeder andere Unterricht auch der staatlichen Schulaufsicht unterstellt sein. Der Staat beurteilt dabei nicht die Glaubensinhalte, die im Religionsunterricht vermittelt werden, sondern nur, ob er grundgesetzkonform erteilt wird.


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Sonderdruck Nummer 02

Prof. Dr. Walter Schmithals: Zum Konflikt zwischen dem Islam und dem "Westen"

Nach dem Anschlag vom 11.9.2001 auf das World Trade Center in New York hat man allenthalben gehört, dieser habe nichts mit dem Islam zu tun; deshalb spricht man stereotyp vom ‚internationalen Terrorismus‘, den es zu bekämpfen gilt. Solch ein beschwichtigendes Dementi ist im Rahmen des politischen Kalküls wohlbegründet. Es verschleiert aber, wie Salman Rushdie schrieb, „leider den Ernst der Lage“.


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Sonderdruck Nummer 01

Prof. Dr. Ursula Spuler-Stegemann: ... in Verantwortung vor Gott und den Menschen

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die deutsche Politik in den Sog eines globalen Geschehens hineingezogen, das sich auch auf das Verhältnis zu den in Deutschland lebenden Muslimen auswirkt. So schrecklich der Anlass ist, diese schlagartige Veränderung im Weltgefüge bietet auch neue Chancen. Es ist dringend geboten, festgefahrene Positionen grundsätzlich zu überdenken, will man nicht die vorhandenen Gräben vertiefen oder gar weitere aufreißen. Deshalb muss jenen Muslimen, die unsere Verfassung und unsere Gesetze achten und die konstruktiver Teil unserer Gesellschaft sind oder sein möchten, jedwede Unterstützung für eine Gleichberechtigung und Gleichbehandlung auf allen Ebenen zukommen.