| Kategorie: Fatawa (Rechtsgutachten) | 18. Oktober 2008, 05.37 Uhr |
Fatwa: Saudische Frauen müssen ein Auge bedecken
Das Zeigen beider Augen soll im Konflikt mit dem Islam stehen
(Institut für Islamfragen, dh, 18.10.2008)
Ein Scheich sagt, dass die Sittsamkeit der Frauen vom Gesetz nicht
konsequent genug eingefordert werde. Das Zeigen von beiden Augen verursache
einen schlechten Umgang und stehe im Konflikt mit den Grunsätzen des Islam.
Ein neues Verbot könnte dies ändern. Es bestimmt in Saudi Arabien
übereinstimmend mit islamischem Recht [fatwa], dass Frauen, die ihr Haus
verlassen wollen, eines ihrer beiden Augen bedecken müssen.
Diese Anordnung, die gegenwärtig nur saudische Frauen betrifft, beinhaltet
die Verbote, das Haus ohne einen männlich Begleiter zu verlassen, mit
Männern in der Öffentlichkeit zu verkehren, ein Auto zu fahren und Makeup
oder Schuhe mit hohen Absätzen zu tragen.
Die Sittlichkeitspolizei in den Straßen Saudi Arabiens verfolgt zudem
Frauen, deren abaya [langer Mantel] zu eng sitzt und so Rundungen der Frauen
sichtbar werden lassen könnte. Auch Frauen, deren Haare durch den Schleier
hindurch sichtbar sind, kleiden sich unsittlich.
Nach Ansicht des Scheichs Scheich Muhammad al-Habadan "würde die Enthüllung
beider Augen hinter dem Schleier die Frauen dazu ermuntern Makeup zu tragen
und ihre Augen zu betonen. Das aber ist schlechtes Benehmen, das im Konflikt
zu islamischen Grundsätzen steht".
Wie sollen die Frauen aber mit nur einem Augen im Alltag zurechtkommen?
Scheich Al-Habadan antwortet:, "Sobald eine Frau durch die Straßen oder auf
einen öffentlichen Platz geht, wird sie einen Schleier tragen und ein Auge
mit einem Stück Stoff bedecken. Wenn sie einkaufen geht und ein Produkt
genauer betrachten möchte, wird sie das Stück Stoff entfernen und so in der
Lage sein, beide Augen zu benutzen - für eine begrenzte Zeit".
Im alljährlichen Bericht der Vereinten Nationen über den Status der Frau in
der arbischen Welt wurden saudische Frauen während der letzten fünf Jahre
als diejenigen eingestuft, die am stärksten ihrer Rechte beraubt wurden und
ohne Rechtsansprüche waren.
Quelle: Ynet
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